Die Geschichte des Bolsenasees: zwischen Florenz und Rom.

Auf diese vereinfachende aber nützliche Weise erklären wir Seebewohner im Ausland die Lage unseres Landes, das über Jahrhunderte hinweg die natürliche Verbindung zwischen den Flüssen Arno und Tiber darstellte.
Um die Geschichte dieses Landstriches kennenzulernen und
zu verstehen, bedarf es eines weitflächigen geschichtlichen
Zusammenhanges, der direkt Rom und Florenz einbezieht: von
den antiken Tyrrhener-Tusci-Etruskern zu den Oskern, Umbrern,
Sabinern und Römern.
Vom Mittelalter bis zum Kirchenstaat, von der Renaissance
bis zur Einheit Italiens.
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In den kleinen Städten und mittelalterlichen Ortskernen gibt
es unzählige Zeugen der Geschichte und der Kunst. Sie zeichnen
sich durch eine fast einzigartige Vollständigkeit aus, sodass
man sie als
“Die Schätze des Bolsenasees“
bezeichnen könnte.
Aus seinen Tiefen wurden bedeutende antike Funde geborgen:
wie die „Piroga“, ein antiker Einbaum. Er wurde mit dem Jahr
1020 v.Chr. datiert und befindet sich in Marta, einem kleinen
Städtchen am See.
Viele archäologische Funde aus dem Gebiet rund um den See
kann man im „Museo Territoriale del Lago di Bolsena” bewundern.

Unter den wichtigsten Funden ist der „Trono della Pantera”
besonders erwähnenswert.
Unbedingt zu besichtigen sind die Katakomben und die Basilika
Heiligen Christina in Bolsena.
Nicht weniger beeindruckend ist die landschaftliche Schönheit
des Bolsenasees, der bis in die heutige Zeit unberührt geblieben
ist und aufgrund des Fehlens von Industrieanlagen in der Gegend
heute besonders klares Wasser aufweist.
Ein ausgeklügelte Kläranlage, die von einem Konsortium der
Seegemeinden CO.BA.L.B. (Consorzio Bacino Lago di Bolsena)
betrieben wird, trägt wesentlich zur Erhaltung des Sees bei.
Von besonderem landschaftlichen Interesse müssen die beiden
Inseln Martana und Bisentina genannt werden, diese Oasen wurden
von der UNESCO in die Liste des erhaltenswerten Welterbes
aufgenommen, weiters der erst kürzlich für das Publikum geöffnete
„Giardino della Cannara”, antike mittelalterliche Fischteiche
am Fluss Marta. Heute handelt es sich dabei um einen wunderbaren
Park mit etwa einem Hektar blühenden Pflanzen.
Die mittelalterliche Stadt Montefiascone ist sicher einen Besuch wert, sie wurde an einem imposanten Kraterrand errichtet, der den ganzen See dominiert.
Freizeit und Kulinarisches am Bolsenasee
Das besonders milde Klima macht den See zum Paradies für Wassersportler,
es gibt aber auch eine Vielzahl an Wanderwegen, Mountainbike-Touren
und Reitmöglichkeiten. Seit Kurzem bietet die Tauchschule
in Bolsena Tauchgänge auf archäologischen Spuren.
Das gesamte Gebiet verfügt über eine breite Palette an modernen
und effizienten Unterbringungen wie Hotels, Urlaub am Bauernhof,
Ferienhäuser, B&B sowie Campingplätze.
In unzähligen Restaurants, Trattorias und Pizzerien entdeckt
man die Spezialitäten dieser Zone. Wenn es um Essen und Trinken
geht, so steht wohl dem Seefisch, mit dem Nativen Olivenöl
und dem berühmten Wein EST EST EST der erste Platz zu.

